Sexkontakte im Stadtmagazin
Es gibt sie in jeder größeren Stadt – kostenlose Stadtmagazine, in denen Veranstaltungstipps, Redaktionelles und Kleinanzeigen geboten werden. Die dünnen Hefte liegen in Lokalitäten und im Zeitschriftenhandel aus und können gratis mitgenommen werden – sie finanzieren sich durch Werbung. Beliebt sind besonders die Veranstaltungshinweise zu Clubs, Konzerten und Volksfesten aber auch die Kleinanzeigen decken die gesamte Bandbreite von Job-Angeboten bis hin zu eindeutigen Offerten ab. In der Tat bieten die Stadtmagazine eine gute Möglichkeit, Sex Kontakte in der Region zu knüpfen oder sich mit Gleichgesinnten zur Fetisch-Party zu verabreden. Meist sucht Er eine Sie oder der schwule Mann ein Sexabenteuer – die Anzeigen von Frauen, die homo- oder heterosexuelle Kontakte suchen, gestalten sich in der Regel übersichtlicher. Der Erotic-Kontakt kann auf unterschiedlichste Weise zu Stande kommen; per Chiffre oder es ist eine Telefonnummer oder Email-Adresse für den direkten Kontakt hinterlegt. Chiffre bedeutet, dass die Post der Interessenten zunächst an das Stadtmagazin geschickt und von diesem an den Inserenten weiter geleitet wird, wobei besonders die Anonymität im Vordergrund steht. Laien sei besonders bei Handynummern, die zu schnellen Sex Treffen einladen jedoch zur Vorsicht angeraten – nicht selten versteckt sich hinter dieser Anzeige ein kommerzieller Anbieter anstelle der einsamen Hausfrau von Nebenan. Eine SMS kostet dann schnell 1,99 Euro und die Kommunikation wird ganz unerotisch durch ein Call Center oder professionelle „Tippsen“ abgewickelt. Unter Umständen gibt sich sogar ein Mann als sexy Blondine auf der Suche nach Spontansex aus und schnell hat sich eine beachtliche Summe für Kurznachrichten zusammen addiert. Diese Enttäuschung kann bereits im Voraus vermieden werden.

